Team DESIERTO 1
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Copyright by Hans-Georg Haberstock (Teamleader Desierto 1 Rallye-Team)
Rallye Tagebuch zum Roadbook
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TAGEBUCH zum Roadbook der RALLYE  ALLGÄU – ORIENT 2008
Tag: 02.05.2008
Mit einiger Verspätung trifft unser Team DESIERTO1 um 08:10h in Oberstaufen / Moos beim Festzelt zum gemeinsamen Weißwurstfrühstück ein. Weißwürste, Brezel und alkoholfreies Weißbier oder A-saftschorle munden zu früher Stunde.
Puzzle-Test vergeigt! Nur Startnummer 43 von 55 Teams rausgeholt. Doch moralische Unterstützung von  Freund Günni baut den Teamchef auf - "Der Sprinter wird schnell müde "-  orakelt er und die Selbstzweifel beim Cheffe verfliegen.


Start für uns im hinteren Feld gegen 11:30h - schaffen es bis Steibis ohne Strafe. Bei der ersten Speziale -Rückwerts mit dem Subaru an ein Gatter fahren ohne selbiges zu touchieren- holt der Teamchef 11 Strafpunkte. Toll, geht schon gut los - aber das Wetter ist Super. Erleichterung nach erhalt des Roadbook - keine weiteren Sonderprüfungen für heute. Durchstarten gen Osten!
Frohgemut düsen wir über Kranzegg und Oberjoch ins Billigtankland Austria! Schattwald, 1. Stempel im Roadbook für den ersten Grenzübertritt!
Die Hatz geht weiter, überraschend wenig Verkehr über den Fernpass, dann folgen Telfs und Kemnaten, endlich Mutters am Brenner, oberhalb Innsbrucks. Zügige Fahrt bis Gries am Brenner, dort im Gashaus "Rose" bekommen wir das erste der lt. Roadbook geforderten Kochrezepte, aus jeder Region welche wir durchqueren. Geniale Demonstration vom freundlichen wirt - im Gastraum nur für uns eine Lektion feinster Kochkunst der Alpenrepublik. KAISERSCHMARRN!! Selbigen dürfen wir dann noch unentgeltlich verspeisen, Stilecht alle aus einem geschmiedeten Pfannerl - unglaublich!
Weiter überqueren wir den Brenner- buona serra Italia, hinunter bis Sterzing, hier Kurs Ost - Brixen, kaum Verkehr.
Viele Mitbewerber der Rallye gesichtet. Brunneck- Innichen, Grenzübergang - Servus Austria! Nach Silan, links abbiegen hinauf bis zur Schneegrenze - über die "Karnische Dolomitenstrasse" erreichen wir nach unendlicher (und unerwarteter) Kurverei erst gegen 19:30h Kötschach. Trotz Dunkelheit finden wir noch ein Passendes Quartier bei mitfühlenden Eingeborenen in Jenig: bis hierher heute 417 km, Gute Nacht!
Routing steht jetzt auch fest (zumindest die grobe Richtung):
Oberstaufen – Österreich – Italien – Österreich – Slowenien – Kroatien –Serbien - Bulgarien – Schwarzmeerküste – Türkei – Syrien – Jordanien!


Tag: 03.05.2008
Abfahrt erst um 09:00h! Vertrödelt! Happy Birthday Andreas! Heute ist sein Geburtstag - 51 junge Lenze hat er nun auf dem Buckel. In Hermagor gibt’s keine Blumen - aber für jedes Teamfahrzeug ein Bäumchen. So will es das Roadbook, eine Sonderaufgabe ist das Bäumchen zu hegen und zu Pflegen bis es dann endlich in Amman dem Kamel ein Schattenspendendes Plätzchen bieten kann.
Traumwetter, surreales pittoreskes Bild im Süden - die Karnischen Dolomiten in gleitender Sonne und Schneebedeckt. In Shallah - ein Tag zum Feiern?! Gailtal, kurzer  Besuch in Italia. Geschlängel durch den kleinen Grenzort Travisio, Passfahrt hinauf zur slowenischen Grenze.
Peng! Schepper, Ächtz - der Subaru vom Cheffe klingt seltsam, röchelt vor sich hin und die Temperatur steigt in bisher unbekannte Dimensionen. STOP - für alle. Banges Warten - Teamtechniker Uli diagnostiziert nach eingehender Untersuchung des Patienten einen wahrscheinlichen Zylinderkopfschaden! Das Kühlwasser ist futsch, die Fuhre rüttelt und schüttelt sich ohne Ende. Nur noch 3 Zylinder in Betrieb - die ernüchternde Nachricht trifft uns hart, ist dass das Ende??? Alles Umsonst, monatelange Vorbereitung, überschwängliche Vorfreude und jetzt nach nur 600km Schluss??


Ein längerer Eingriff in die Welt der Schläuche und Kabel vom Fachmann hilft - der rote Subaru ist mit 19 Jahren noch zu jung zum Sterben! Auf 3 Töpfen läuft der Boxer weiter!
Grenzübergang nach Slowenien klappt problemlos.
Mehrmals technischer Kontrollhalt - Nervenzehrend! Kranjska Gora - Jesenice - Bled - Kranj.
Ohne erkennbaren Grund finden wir uns plötzlich auf der Autobahn - Mist! Zuviel auf die Temperaturanzeige als auf die Strasse geachtet. Nächste Ausfahrt sofort raus - höhe Ljubljana.
Weiter auf endlos scheinenden Umleitungen in Richtung Zagreb! Ein Chaos! 
Grenzüberganz nach Kroatien (HR) in Bregana!
Wir umfahren den Moloch Zagreb südlich, Vel. Gorica - Lekevnik - Petrinja - Hrvatska Kostajnica!
Der gute 3-Zylinder schüttelt sich im Stand wie ein nasser Hund. Trotzdem haben wir Blick für die sich plötzlich veränderte Landschaft. Laubwald und jede Menge Störche räkeln sich in riesigen Nestern auf den Masten der Straßenbeleuchtung. 
Übernachtung in der vom Krieg geschundenen Grenzstadt zu Bosnien, Hrvatska Kostajnica. Bedrückende Atmosphäre in der Nacht gehen wir am friedlich mäandernden Grenzfluss Una (Druva) spazieren - unvorstellbar dass hier vor 10 Jahren ein barbarischer Bürgerkrieg tobte.
Neues Routing:
Wegen des Motorschadens am Subaru entscheiden wir die schnellstmögliche Strecke nach Jordanien zu wählen, d.h. die Schwarzmeerküste entfällt!


Tag: 04.05.2008
Abfahrt 06:00h bei nur + 14°C und leichtem Nebel. Gnadenlos erinnern uns zerschossene Gebäude entlang der Route am Grenzfluss Druva an das unvorstellbare Leid welches den hier lebenden Menschen durch die Machtgier einzelner, größenwahnsinniger Pseudomachthabern zugefügt wurde. Schlimmer noch die frisch vermessenen und rot austrassierten Minenfelder kilometerlang direkt am Straßenrand......
Bei Jesenice ein letzter Blick hinüber nach Bosnien dann gen Norden hinauf nach Davaco - Vukovar und dann wieder Richtung Südost nach Novi Sad.
Unendlich scheinende Laubwälder mit viel Wildbestand, friedliche Flussläufe und immer wieder Storchenansiedlungen bringen uns wieder auf andere Gedanken.
Mist – verfahren das war doch keine Abkürzung…. 


Hektische Betriebsamkeit vor Belgrad, Verkehr wird stärker und wir umfahren die Riesenstadt nördlich über Pancevo dann weiter in südlicher Richtung nach Smedereva. Einsame und immer schlechter werdende Landstrasse nach Jagodina und Paracin. Autoput - logo, wir wissen jetzt auch woher der Name rührt!
Ständig auf Schlaglöcher achtend jagen wir über Cicevac und Alexinac immer NIS entgegen. Unglaublich, mittags gegen 12:30h waren wir noch im Kinderheim - gefunden mit der Hilfe einer freundlichen jungen Frau, welche wir am Grenzübergang nach Kroatien in Obrecic hilfesuchend angesprochen haben. Sie führte uns prompt und ohne zu zögern in ihrem Golf vorausjagend bis zum Heim. Klasse! Übrigens die Frauen sind hier ausgesprochen hilfsbereit und Hübsch......


Und dann Stunden später mit über 700 km mehr auf dem Tages-km-Zähler läuft unser 3-Zylinder immer noch wie ein Schweizer Präzisionsuhrwerk! In Shallah! Gut er hat ziemlichen Durst, da er das Kühlwasser direkt über den Motor verbrennt (haben wir von Uli gelernt!), aber er läuft! Um 21:00h ist es stockdunkle Nacht als wir 15 km östl. von NIS unser Tankstellenquartier beziehen.
Fast hatte ich es schon erwartet - nach 2 Tagen das erste ernsthafte Krisengespräch in der Crew!
Persönliche Unstimmigkeiten, physische und psychische Überbelastung führen zu Fragen nach Kompetenzverteilung. Unterschiedliche Meinungen zur Routenwahl nicht zuletzt wegen des Motorendefekts am Subaru Automatic kommen erschwerend hinzu.
Bei einigen Bier und starkem Kaffee erörtere ich mit Uli die Lage während die anderen schon schlafen. Keiner kriegt was mit - ist auch gut so. Von den anderen Teammitgliedern unbemerkt wäre sie Lage hier fast eskaliert, doch ein offenes Gespräch brachte wieder alles ins Lot – In Shallah!
Um 23:30 h gönnten wir uns dann auch noch etwas Schlaf.




Tag: 05.05.2008
Abfahrt 06:00h gen Osten, Bulgarien wir kommen! Saukalt, jede Menge Tierkadaver säumen den Weg. Schnell erreichen wir die Grenze Dimitrovgrad. Passkontrolle und Fzg.-Papiere sowie grüne Versicherungskarte. Erste Maut in Höhe von 2,00 Euroletten wird fällig, da in BUL sämtliche Straßen Mautpflichtig sind. Gut für den der´s weiß!
Die so früh am Morgen noch etwas aus der Spur scheinende, mürrisch dreinblickende junge Dame an der 2. Zollkontrolle will uns schnippisch durchwinken.
Wer sich zeitig informiert ist hier im Vorteil - denn hier muss eine Vignette für 5,00 Euronen gekauft werden, selbige wird aufwändig eingescannt und dann von innen auf der Windschutzscheibe angebracht! Wer sich hier freudig weiterwinken lässt ist  bei der ersten Kontrolle und spätestens bei der Ausreise 120,00 Euronen los!!! Die Sache hat offensichtlich System und ist ein guter Devisenbringer.
Gute Fahrt durch BUL - wenig Verkehr. Wir umfahren Sofia in südlicher Richtung und zügig über Kostenec und Plovdiv erreichen wir schon gegen 14:00h die türkische GrenzeKapitan Andreeva 

Jetzt geht´s los!!! Letztmals günstig Tanken in BUL - ab jetzt wird´s richtig teuer, 1,70 Euro/Liter in der Türkei!!!

Formulare, Geldwechsel, Zoll, Stempel hier, Stempel dort, Souvenirhändler, gelangweilte Polizisten und verdreckte WC. Nach nur 2 Std. haben wir es geschafft, das Team ist durch!
Viele andere Teams sind mittlerweile auch aufgelaufen, manche haben weniger Glück und müssen die Prozedur mehrmals durchlaufen. 
Von diesen wackeren Mitstreitern erfahren wir dann auch, daß im gesamten Balkan via TV täglich ausführlich über unsere Rallye sowie deren Sinn und Zweck berichtet wurde. Toll welche Medienresonanz dieses Spektakel dort entfachte - wenn dass die von uns daheim angefragten aber leider so absagefreudigen, Deutschen (Sponsoren) Unternehmen wüssten.................
Schön für uns dass es zügig durchging! In Shallah!
Unerwartet gute Verkehrsverhältnisse in der Türkei, Polizei warnt mit unübersehbaren Aufstellern vor sich selbst - vorbildlich! Wetter ist Traumhaft und es wird sogar mit jedem Kilometer wärmer - Urlaubsstimmung kommt auf. Der 3- Zylinder läuft und läuft permanent über 140 km/h bis maxi 160km/h auf der bestens ausgebauten Strasse über Babaeski und Corlu - dann wieder mal Trinkpause in Silivri wir sind am Marmara Meer , es funktioniert!
Zügig erreichen wir auf der D 100 Istanbul. Desiree navigiert uns mit traumwandlerischer Sicherheit mit Hilfe zufällig angesprochener Autofahrer durchs offene Fenster, an roten Ampeln direkt in den gesuchten Stadtteil der 12-Mio.Metropole! Wir sind auf der Kennedy-Road, direkt am Meer und finden ohne Umweg das Ziel!! Ernüchertung folgt - der im Wachhäuschen sitzende Sheriff weiß von nichts und verweigert uns den begehrten Stempel??!! Angeblich sind wir hier falsch????!!!! Fluch!!! Entnervt treffe ich ein weiteres Team das es auch nicht glauben kann?!! Dem Infarkt nahe wünsche ich das gesamte OK zum Teufel!
Hotelsuche beginnt! Wir sind im richtigen Ziel-Stadtteil Laleili - In Shallah, 


Desiree hat sicherheitshalber zu Hause alles was mit der Unterkunft zusammenhängt ausdrucken lassen - unser Glück!! Rushhour - Chaos pur, nach gut 800 km Tagesetappe genau das was man sich wünscht!!
Nach über 3 std. sind wir wieder am "Ziel" und stellen die Autos hier am "falschen Zielpunkt" ab. Plötzlich erinnert sich der freundliche Polizist jetzt doch daran, dass hier der richtige Punkt ist - gleich drehe ich durch!! Der nette uniformierte ruft uns dann freundlicher Weise ein "Taksi "das uns in kürzester Zeit zum Hotel in der Altstadt chauffiert! Hier werden wir im "Otel Kekci " bereits erwartet, Einchecken und weiter per Taksi ins empfohlene Fischrestaurant mitten in der Touri-meile!
Um 23:00h bekommen wir dann das erste warme Essen heute! Vorzüglich. Im Kreise der anderen schon angekommenen Rallyeteilnehmer lassen wir den ganzen Frust ab.
Um 01:30 lassen wir uns - nun wieder auf Normaltemperatur runter- zum Otel bringen und schlafen unverzüglich ein!

Tag: 06.05.2008
RUHETAG!
Ausschlafen und relaxet Frühstück genießen, perfekt. Immer noch reisen Teams an.....
Uli checkt die Rallyefahrzeuge, er will alleine sein um in Ruhe konzentriert arbeiten zu können.
Problem erkannt! Alle Zündkerzen austauschen, den defekten Zylinder komplett abschalten, Kühlflüssigkeit und Verdichter rein - fertig! Perfekt - unser 3-Zylinderwunder!! In Shallah!!
Dann gemeinsames Sightseeing ISTANBUL. Die Fixpunkte für morgen scannen! Per Pedes, wie die Profis, Sultan Ahmed Moschee+ Topkapi, 


Fähren über den Bosporus, der weltbekannten Seegrenze zwischen Orient und Okzident!
 Wendemöglichkeiten für die Autos suchen. Gleich gegenüber dem Otel ist der Eingang zum "Old Bazar" (einer von vielen) stilecht Tee genießen und kleine Geschenke von Desiree entgegennehmen - für die Herren hat sie Hemden besorgt, tolle Idee und wir freuen uns darüber. Mit Andreas besichtige ich die "Fathi Cemic" Moschee, meine erste Moschee - beeindruckend! Abend dann noch Beautyprogramm für HG und Uli beim Barbier, Haare schneiden und Schönheitspackung. Werden dabei mit Tee, Zigaretten und Gebäck versorgt - perfekt. Desiree überwacht das Ganze. Abend dann mal wieder Theater mit dem örtlichen Vertragspartner des OK wg. Organisation des Dinners. Chaos, wir verdünnisieren uns und gehen zusammen mit den Weltenbummlern am Hafen in ein hervorragendes Fischrestaurant.- Genuss ohne Reue!
Nehmen dann noch einen  Absacker in der Otel-Lobby und gehen mal wieder viel zu spät um 00:30 ins Bett!

Tag: 07.05.2008
Heilloses Durcheinander am Hafen, Startplatz zum Massenstart - das OK ist wieder mal total überfordert und nicht in der Lage eine klare Ansage für alle Teams zu machen. Wer zufällig anwesend ist kriegt infomäßig bruchstückhaft was mit - wer nicht, hat eben Pech. So einfach ist das!
Das Ganze erinnert uns mehr an eine zentralafrikanische Wahlveranstaltung als das offizielle Procedere zu einem Rallyestart - wenn auch nur als Hobbyveranstaltung. egal mit viel Brimborium und Trallala wird dann endlich gegen 09:30h gestartet. Wir kommen als vorletztes Team weg, Super - dann noch ein Crash auf der Kennedy-Road zum Fährhäfen, Totalsperrung - Herzlichen Glückwunsch!!!
Blaue Moschee- wir sind jetzt ganz alleine dort, keine spur von den anderen Rallye-Teams?? Jetzt kommt unser Joker der gestrigen Streckenerkundung zum Einsatz - schwuppdiwupp sind wir auf dem direkten weg zur Fähre und zahllose andere Teams sind weit hinter uns. 


Wieder mal stehen wir mit den ersten Starterteams auf dem Fährdeck und erfahren hier auch wiederholt von jungen, motorsportbegeisterten Einheimischen, daß auf sämtlichen TV-Kanälen in der Türkei über unsere Rallye berichtet wird?!!- Allah ist mit uns, wir entwickeln uns als aktive Rallye-Teilnehmer vorübergehend zu Medienstars??!!
 Von Wegen - Ernüchterung folgt in Derince, unser 3-Zylinder kocht mal wieder und lässt sich nicht beruhigen (abkühlen). Doch wieder mal zeigt sich Uli als unser "Coolio" und besiegt das Desaster indem er dem Boxer erneut Odem in die überanstrengten, verbliebenen 3 Zylinder einhaucht. Das Nipponkätzchen schnurrt wieder und bleibt ganz cool. Uli mutiert zu unserem Maschinen-Genius mit Schamanenstatus!


Aufsitzen und runter nach Bilecik, im Tiefflug passieren einige Mitstreiter und finden erneut einen freundlichen Imbissbudenbetreiber fürs tägliche Kochrezept! Schmackhafte einheimische Gerichte hauen wir mal wieder viel zu schnell runter - aber die Zeit drängt. Aufpassen nach Bozüyük – hier geht es dann gleich scharf rechts runter gen Süden nach Küthaya. Über Afyon erreichen wir dann bei Affenkälte und Dauerregen Burdur, ein trostloses Kaff. Andreas findet hier eine Schlafecke für unser Team. Um 22:00h sind wir dort und dann suchen wir noch einen Futtertrog in Form einer Dönerbude auf, welche wir um 23:00 h gesättigt verlassen. Einige (Trucker)Chaoten in der Pension, lärmen die halbe Nacht, so dass diese auch mal wieder viel zu kurz wird.
Nur noch 140 km bis Antalya!!!

Tag: 08.05.2008
Infolge der unruhigen Nacht durch die Randalierer verpennen wir heut auch mal, Nur Andreas und Uli verdanken wir den Weckruf zu zeitigen Abflug ohne Frühstück. 06:300h ist es heute beim Start, Morgennebel. Tankstopp in Antalya, recht früh um Touris zu finden. Die, die wir finden zieren sich dann auch noch und es bedarf einiger Überredungskunst die Leute für ein Foto shooting zu begeistern. Das hätten wir nicht erwartet!
Das Wetter wird besser, in Alanya machen wir einen letzten Kaffeestopp bevor wir dem Meer entgegen düsen. Dann erwischte es Uli und Andreas zwischen Alanya und Gazipassa, als letztes Fahrzeug des Teams werden die beiden von der Polizei raus gezogen - angeblich zu schnell??! Der Sheriff meint hier sei 99km/h erlaubt aber die beiden seien 110km/h gefahren, 11km/h zu schnell - macht 45,00 Euroletten!

 Wie im Fasching, haben hier noch nie ein Schild mit 99 km gesehen? Willkommener stopp für unseren 3-Zylindrigen, dann ab auf die Küstenstrasse. Traumhafte sicht, Sonne pur und steile Pässe schon auf dem Weg nach Anamur - dass gefällt dem Boxer gar nicht! Temperatur schießt hoch und Uli muss wieder Hand auflegen. Brav rüttelt der 3-Zylinder dann wieder weiter und die Kollegen problemlos hinterher.  Bergab rennt der Heißsporn allen davon und unten kocht er dann wieder - Routine! Pinkelpause, Snacks verteilen in Silifke und Uli füllt den Subaru ab. Klasse Panoramablick über die Steilküste, perfekt blaues Meer. Desiree begleitet dann noch eine wilde Schildkröte sicher über die Passstrasse ins Gebüsch - Natur pur! Viel zu spät erreichen wir dann den Zielort Tarsus erst um 20:45 zur Sonderprüfung "Paulus", läuft aber unerwartet gut.
Zuerst finden wir das ehemalige Wohnhaus des Apostels und dann noch die geforderte Kirche. Toll navigiert Desiree, Uli und Christian - perfekt ergänzt! Erwähnenswerte Leistung nach 14 Std. Fahrt immer noch voll konzentriert - Respekt!
In Adana legen wir uns dann um 00:00h in die Falle - Tolle Leistung heute!

Tag: 09.05.2008
Abfahrt um 07:00h ab Sedef, Oteli- Ceyman, Abkürzung gefunden über Hamdilli, perfekt Miniteerstrasse uns Schotter, kein Verkehr bis Erzin. Dann gigantisches Panorama und Superstraße nach Iskedrun. Kirkihan - Antakaya, Fantastische Bergpassstrasse über Belen hinauf auf über 1200m ü. NN. Habe permanent die Temperaturanzeige des Subaru im Blick - hier geht´s deftig bergan! Doch Null problemo, der 3-Zylinder liebt uns! Nach der gewaltigen Anstrengung genehmigen wir dem treuen Gefährten einen tiefen Schluck aus dem Kühlwasservorrat. Well done!
Reyhandli, Grenze Bab al Hawa nach Syrien, hier geht dem 3-Zylinder beinahe der Saft aus. 

Während Désirée im Schritttempo die türkische Grenze überrollt laufe ich mit dem 20l-Benzinkanister - den Einfüllschnorchel im Tank- nebenher und die Zöllner lachen sich halb tot! Die Syrische Grenzabfertigung dauert nur 3 Stunden. Team folgt nun auf Team und reiht sich in die Schlange der Wartenden ein. Hektik macht sich breit, die Mädels bleiben bei den Autos der Rest gibt sein Bestes - nicht zuletzt sein Geld. Das Einreiseprocedere kann somit erheblich verkürzt werden. Fast schon unheimlich, wie sich das Geld hier aufzulösen scheint. Andreas ist einen Moment unaufmerksam und ist auch schon sein gesamtes Costumergeld (52,-- Euro) nebst seiner Einreisebescheinigung los. Egal, wir sind durch - Allah sei dank, niemand will die gelbe Einreisebescheinigung von Andreas sehen!
Welcome to Syria!


Wir wählen die Route über Idlib gen Damaskus und finden uns unversehens auf einer Schnellstrasse welche unbemerkt zur Autobahn mutiert?! Fluch! Wir müssen doch Landstrassen benutzen! Doch was ist dass? Plötzlich überholen uns während der Überlegungsphase, welche wir per Funk diskutieren, massenhaft andere Rallyeteams auf diesem verbotenen(?) Weg! 


 Gas durchtreten und weiter! Tankpause - Super kostet hier erfrischende 60 Cent/Liter gegenüber 1,76 in der Türkei: Da freut sich doch unser sponsorengeldfreier Geldbeutel! Alle jagen jetzt nur noch Damaskus entgegen - eine unsichtbare Kraft scheint auf Alle den gleichen unwiderstehlichen Einfluss zu haben. Mit Höchstgeschwindigkeit nähern wir uns dem magischen Ziel  - Damaskus!


Unerwartet ruhiger Verkehr, vielleicht liegt´s am Freitag, der hier ja Sonntag ist?! Oder haben uns mehrere Orientreisen mit dem Auto schon so abgeklärt werden lassen, dass wir nur noch das totale Verkehrschaos als was Besonderes einstufen??
Egal, wie auch immer, einzigartige Menschen hier - die allgegenwärtige Hilfsbereitschaft ist für uns Europäer schon fast beschämend! Ein Mann in Begleitung seiner kleinen Tochter erkennt trotz unüberwindbarer Sprachproblemen unsere Situation und lotst uns mit seinem Mini-Pickup im Schweinsgalopp zu einem adäquaten Hotel in der Khaled bin Al Waled St., direkt bei der Central Police Station (Al Matha Hotel) - perfekt, es hat geklappt! Jetzt schlägt Andreas große Stunde, hier auf der Straße spricht jeder nur arabisch oder syrisch - kein Wort englisch! Andreas zückt sein Handy, wählt die Nummer seines Nachbarn im heimatlichen Oberstdorf - selbiger ist Syrer aus Damaskus! Übergibt das Handy an den Einheimischen und alles ist in Butter - unglaublich. Das Hotel ist genau das was wir suchen und sehr empfehlenswert, die Syrer wissen nun auch was wir wollen und es läuft wie am Schnürchen! In Shallah!!


Nachts besuchen wir mit dem Taxi den Markt in Old Town - ein Erlebnis das zum Abenteuer wird. Ein junger Syrer spricht etwas englisch (finde einen solchen erst mal in der Altstadt dieser 3-Mio. Metropole) macht dem Taxidriver in seinem Fiat 600 klar wohin wir wollen -OK! Dann alle 6 in das Taxi nebst Fahrer 7 Personen - das ist Filmreif! Abenteuer pur auf 4 Rädern die nun alle 4 an den Kotflügelinnenseiten streifen - sehr zur Belustigung unseres freundlichen Taxidrivers. Das Taxi hält und der Fahrer liefert uns punktgenau ab. Das empfohlene Lokal in Bab Touma ist eine kulinarische Offenbarung und- der Chef spricht fließend deutsch mit Wiener-Schmähakzent. Lustiger Typ, er lädt uns sogar noch auf "a Schnapserl " ein - das glaubt uns keiner!
Allah scheint heute nur für uns da zu sein!
Nachdem uns der Hotelmanager "Maan" zuvor schon für morgen zu sich nach hause zum Essen eingeladen hat jetzt noch dieses Highlight.
Die Rückfahrt zum Hotel gestaltet sich genauso abenteuerlich wie die Hinfahrt - aber es klappt wieder und wir lachen Tränen!
Die ganze Spannung scheint gelöst und das Team ist in den vergangen Tagen zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammengewachsen. Jeder trägt seinen Teil zum erfolgreichen Gelingen des Unternehmens bei - das kann nur Gut gehen! Fantstisch, so eine Crew hab ich mir gewünscht! In Shallah!!
Um 01:00h fallen wir dann todmüde aber völlig relaxed in unsere sehr bequemen Betten, der sauberen Unterkunft!
Erfreut registrieren wir auch die erfolgreiche Ankunft anderer Teams bei unserem Hotel - auch das italienische Motorradfahrer Paar, welche wir an der Grenze schon trafen sind hier abgestiegen. Die beiden aus Maranello sind auf einer 16 Jahre alten Africa Twin mit 80.000km auf dem Weg nach Alexandria in Ägypten - Respekt!

Tag: 10.05.2008
Ruhetag in DAMASCUS!
Bärig geschlafen - Frühstück gibt’s - in Ermangelung eines Frühstücksraumes - auf Bestellung aufs Zimmer! Perfekt, Gut und reichlich! Croisant-Butter-Marmelade-Ei-frische Fladenbrot-Oliven-Käse-Quark und Tee oder Kaffee!
Besuch des Old Souk in Damaskus- ein Erlebnis wie im Märchen aus 1001-Nacht!

Optische Reize der massenhaft, liebevoll auf drapierten Obst- u. Gemüsesorten in allen Farben angereichert mit appetitanregenden Düften sämtlicher orientalischer Gewürzsorten! Das Angebot schein unendlich. Zum Fischhändler genügt ein kurzes Schnuppern um die Witterung zur genauen Lagebestimmung seines Standes aufzunehmen! Die Metzger präsentieren stolz dem verdutzten Europäer die abgetrennten Schafschädel -teilweise enthäutet oder je nach Gusto noch mit Fell. Andreas vergeht hier ziemlich schnell der Appetit und Alina kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Wir kauen ein: Seife aus Aleppo, Safran aus dem Iran, Zimtstangen und den unvergleichlichen schwarzen orientalischen Pfeffer!


Im Old Souk von Damaskus kommt es dann knüppeldick - mir haut´s fast den Vogel raus - Andreas wird dort mehrmals hintereinander von durchaus attraktiven,  einheimischen Damen angesprochen und nach seinem Befinden als Rallyeteilnehmer gefragt??? 
Auf mein überraschtes und nicht weniger begriffsstutziges Nachfragen erfahre ich von unserer nun schon im Morgenland bekannten TV-Medienpräsenz als Allgäu-Orient Rallyeteilnehmer, unglaublich!!
Unsere Sonderaufgabe haben wir erfüllt, der Gewürzhändler strahlt über sämtliche Backen - vermutlich hat er heut schon am Morgen seinen ganzen Tagesumsatz gemacht!?!
Letzte Bilder vom Rallye-Einwegfotoapparat verknipsen und ab in den Fotoladen unseres Vertrauens. Der liegt erfreulicher Weise gleich schräg gegenüber unserem Hotel. Leider sind einige wichtige Bilder unkenntlich - sämtlich von jeweiligen Locals in unserem Auftrag aufgenommen, na ja - man kann nicht alles haben!
Dann haben wir die zündende Idee, Sicherheitshalber haben wir alles auf hunderten von SD Bildern digital fotografiert. Also die SD-Karte zum freundlichen Kodak-Menschen und die anderweitig vermurksten Bilder vom PC ziehen lassen!
Klappt bestens, jetzt haben wir Beweisbilder sogar mit Datum und Uhrzeit! Das Team zieht sich ins Hotel auf das Zimmer des Teamchefs in Klausur zurück. Man werkelt, rechnet, klebt und schneidet was das Zeug hält! Cheffe schreibt wie besessen sein Tagebuch und das Lösungsbuch zum Roadbook wird akribisch auf Vordermann gebracht! Zerfledderte Landkarten werden repariert und geklebt.


Die ganze Bude muffelt nach Kleber - um nicht völlig zugedröhnt abzudrehen machen wir die Fliege. Stürzen uns ins Getümmel des Souk of Old Town. Bis 18:00h mischen wir die Händler auf (oder die uns?) und schleppen uns dann völlig ausgelaugt zum Hotel zurück. Von allen Seiten trudeln jetzt die letzten Teams ein und fragen Rat suchend um Hilfe - wir helfen so gut wir können weiter.
Um 19:00h dann brechen wir im Taxi hinter dem Golf1 des Hotelmanagers Maan zu ihm nach Hause auf, wo seine Familie schon mit dem Dinner wartet. Wäre fast in die Hose gegangen, denn unser Taxler verlor irgendwann den Anschluss und stellte sich als ganz und gar nicht ortskundig heraus. Nach 15 km stehen wir mit einem hilflosen Taxler in einem Vorort von Damaskus, der Typ spricht keine Silbe englisch und macht uns aber klar dass er nun Feierabend hätte - Ende der Fahnenstange!
Mein Handy streikt und zeigt mir an dass es via bluetooth einen deftigen Virus verpasst bekam - nur noch Pornonachrichten - und das in Damaskus!?! Vom freundlichen Taxler hat sich das teil den Virus eingefangen - wie sich dann herausstellte - Super! Irgendwann funktionierte dann wieder eines der vier Handys der Teammitglieder die mit im Taxi waren und wir konnten eine SMS an Alina absetzen – In Shallah funktioniert. Sie finden uns und holen uns ab - mit mehr als einer 3/4 Std. Verspätung trafen wir bei Maan´s Familie ein. Super Dinner, die ganze Familie nebst 3 Töchtern, Schwester, Schwager - einfach alle sind da. Gelungenes Dinner und angenehme gut englische Konversation. Local-food mit jeder menge Grünzeug und Gemüse nebst deftigen Salaten und schmackhaften Pasten. Reichlich Hackfleischgefüllte Weinblätter und Schoten. Auch Tee und jede Menge Zigaretten für unsere beiden Raucher.


Unsere Gastgeschenke finden starke Beachtung und wir werden herzlich verabschiedet. Ein unvergesslicher Abend!
Um 00:00h sind wir wieder im Hotel, Maan ließ es sich nicht nehmen uns wieder zum Hotel zurück zu begleiten und das Taxi zu bezahlen. Für seine Töchter schenken wir ihn dann noch unsere komplette neuwertige Campingausrüstung auch Taschenrechner und Stifte sowie Isomatten wechseln den Besitzer, leider haben wir nichts anderes dabei.
Sleep well - see you tomorrow in Jordania!

Tag: 11.05.2008
Früh aufstehen - Abflug 08:00h - kurz vor 09:00h erreichen wir die jordanische Grenze - als 4. Team!!


 Alles Autobahn null Problemo! Die Abfertigung fängt auf syrischer Seite sehr zügig an und eskaliert dann aber auf jordanischer Seite. Bürokratismus par excellence! es dauert über 3 Stunden bis wir hier unsere Papiere und Kfz-Papiere zurück erhalten. 


Chaos pur. Aber - das gewohnte Bild, das OK ist selbst vor Ort. Und pikanter Weise verheißt das nicht immer Gutes - die Vergangenheit hat´s uns gezeigt  - oft gibt´s dann  Probleme.
Das OK genießt den Kaffe am Grenzkiosk lässt den ganzen Ärger - keep smiling -mit stoischer Ruhe über sich ergehen, freut sich dass alle da sind und - verdünnisiert sich über die Grenze!
Kurz dahinter ist dann der letzte Checkpoint für die Teams, hier werden die Weinflaschen gezählt, die Rollstühle nebst Gehilfen und Bäumchen kontrolliert. Schließlich Abgabe des Lösungsbuches, Rezeptbuches und last but not least des Tagebuchs.



Sind gespannt wie es weiter geht................................

Mittags haben wir endlich die Grenzstation passiert und kommen doch ganze 400 m weit!!!!




Smalltalk mit der Wüstenpolizei....... und warten ........

Dort erwartet uns das nächste (organisatorische???) Chaos. Wir reihen uns am Strassenrand in eine Schlange bereits abgefertigter (und ebenfalls entnervter) Rallyeteilnehmer ein. Ganz vorne steht ein schicker Polizei-Jeep der Jordanischen executive. Nach etwa zwei Stunden unter sengender Sonne setzt sich der Konvoi dann doch noch in Bewegung. Wir denken jetzt gehts los - doch selbiges soll man ja bekanntlich den einhufigen Tieren mit den grösseren Köpfen überlassen


Mit etwa 25 Rallye-Teams im Schlepp steuern die Uniformierten erst mal eine Tanke an, wo alle Volltanken müssen.



Alle Teams an die Zapfsäulen....


Aha - die schwierige Wüstenprüfung steht wohl doch noch an..........
Endlich alle fertig, der Tross fährt im Gänsemarsch hinter dem Offroader der Wüstenpolizei - unerwartet aber tatsächlich - auf einer unbefestigten Piste (Strasse?) in Richtung
 Sandmeer. 




Dann nach etwa 15 Minuten sehen wir schon die ersten Staubfahnen der Fahrzeuge welche bereits die "schwierige" Wüstenprüfung absolvieren.
 Diese besteht darin, dass zwei Blechtonnen welche einigte hundert Meter voneinander entfernt auf dem staubtockenen, superharten Wüstenboden aufgestellt sind und in Form einer "8" von den einzelnen Rallyeteams immer alle (2 oder 3)  Rallye-Teamautos  nebeneinader in der schnellstmöglichen Zeit umfahren werden müssen.




Eine staubige Angelegenheit, aber ohne Probleme von jedem der ein Auto bewegen kann zu meistern - sollte man meinen. Denn es gibt tatsächlich ein paar Spezialisten die es schaffen ihre Rallyeboliden, selbst hier in der schier endlosen Wüste,  in direkter Linie auf Konfrontationskurs zu bugsieren und die guten Teile so zu zerlegen, dass nur noch rohe Kraft am Blech und gute Kenntnisse in der KFZtechnik ein weiterfahren erlauben. Der Clou an der Sache - es sind interne Teammitglieder die sich so untereinander abschiessen.........




Letzte Instruktionen
Wir schaffen das ganze ohne Probleme - auch der Dreizylinder scheint hier seinen 3. Frühling zu erleben und pflügt gnadenlos mit Vollgas durch den mehligen Sand. Vergessen ist sein permanenter (Kühlwasser-)Durst??!!










Unsere gestoppte Zeit bleibt für uns ein Mysterium und somit im Dunkeln, egal dies war die letzte Sonderprüfung der Rallye und wir warten auf das Sammeln zwecks Weiterfahrt.

Im gewohnten Konvoi begeben wir uns dann wieder auf "Schleichfahrt" um irgendwo im Nirgendwo eine Universität anzusteuern wo uns ein Minister erwarten soll. 



Andreas mit dem Tourismusminister von Jordanien, dieses Bild war am nächsten Tag in allen jordanischen Tageszeitungen  ......(:-))))

Shakehands mit dem Politiker und seinen Adjutanten - keiner weiß so recht worum es hier eigentlich geht, denn die Rallyeorganisation trifft erst in der Abenddämmerung auf dem Gelände ein und der Minister hat längst schon das Weite gesucht.







Wir beschliessen erst mal Pause - denn zu Beissen gabs bisher auch noch nix. Also Gaskocher freimachen und Eintopf in selbigem erhitzen. Nachem es nun auch schon Stockfinser ist, erlauben wir uns einen Container "Merlot" anzuzapfen - Allah verzeit das bei Nacht.

Die letzte Herausforderung des Tages kommt aber erst jetzt auf die Teilnehmer zu - die Konvoifahrt hinein nach Amman zum Hotel "le Royal".




Wirkt nicht so prunkvoll wie es tatsächlich ist - das *****-Sterne Hotel "LE ROYAL" in der City von Amman.
Für uns gesponsort von der Royal Jordanian Airline - Shukran, möge Allah bei allen Flügen über die airline wachen!




Blick von unserer Suite über die Hauptstadt Jordaniens.

Gott (Allah) sei Dank, wir sind relativ nahe am Führungsfahrzeug der Polizei dran. Denn die fahren als ob es kein Morgen gäbe und sie aktive Teilnehmer an der Rallye in einem Highspeed - event wären. Man kann sich vorstellen wie die letzten angasen müssen die ungefahr 140 Autos vor sich haben - unglaublich. Bald hat sich aber auch das erledigt, denn nur die ersten 14 können folgen - darunter Team Desierto 1! Der Rest erkundet die Millionenstadt dann bei Nacht auf eigene Faust um Stunden später, mit den Nerven vpöllig am Ende im Luxushotel einzulaufen. als die letzten eintrudeln haben wir bereits dinniert und begeben uns in die Schlafgemächer im 6. Stock.






Genialer Blick, absolut first class Unterkunft und ein perfektes Dinner - das war die Strapazen wert!!!!


WE DID IT !!!! 
Mein dreizylindriger Race-Subaru hat uns zeitweise zwar viel Nerven gekostet, Adrenalin produzieren und Flüche übelster Art  formulieren lassen - doch jetzt ist er am Ziel. Nahezu 6.000km hat er uns sicher getragen und läuft immer noch!! Chapeau tapferer fourwheeler!!!
Der Subaru von Chris un Alina sowie der Daimler von Uli und Andy schurren immer noch wie die Kätzchen.... WELL DONE, Team members!!!!

Nun beginnt das relaxen nebst sightseeing.

Tag 12.05.2008

Geschlafen wie in 1001-Nacht, perfektes breakfast! Der Tag kann beginnen.
Charrity - Tag steht an, Bäumchen pflanzen und in einer der zahlreichen Universitäten die Rollstühle abgeben. Presse, Minister usw........
Restlicher Tag ZBV, will heissen endlich frei. Die Ladies gönnen sich eine Spa-Tag vom Allerfeinsten, wir natürlich wieder auf Erkundung in der Stadt!

Tag 13.05.2005

Individuelle Fahrt nach Aqaba ganz im Süden, direkt am Roten Meer.
Hotel "days inn" gefunden, Zimmer bezogen und URLAUB!!!!
Die folgenden Tage verbringen wir mit sightseeing und Schnorcheln im Roten Meer. 







PETRA muß man gesehen haben - überwältigend und eine sagenhaft schöne Anfahrt. 




Leider war das etwas zu heftig für meine treuen, allradgetriebenen Dreizylinder - alle paar Kilometer verlangt die Maschnie nach Wasser und heizt uns ein als gänge es gen Sibirein und nicht durch den ohnehin schon 46°C heißen Orient.

Nach dieser Etappe diagnostiziert unser (Motoren)Chefarzt den drohenden Totalausfall sämtlicher Organe - das AUS FÜR DEN DREIZYLINDER!!!




Nach einer Nacht der Trauer, ertränkt in diversen Dosenbieren und dem immer noch vorrätigen "Merlot" setzen wir uns zu den anderen leidgeprüften in den klimatisierten Tourbus von "Pela-Tours" und geniessen die Ausflüge wie die Pauschaltouris ins unvergleichliche Wüstenreservoir "Wadi Rum" und entlang der Saudarabischen Grenze bis 180 km vor die Grenzstation hinüber in den Irak um hier das beeindruckende letzte Domizil des legendären Sir LAURENZ OF ARABIA zu besichtigen. 


















Tag 16.05.2008

Rückreise gen Norden in unsere schon bekannte Luxusherberge "Le Royal" in Amman. Abends ist Siegerehrung angesagt.
Tolle Location mit schmackhaften,  wohlriechenden und sowiso  landestypischen Gaumenschmeichlern erwartet uns. Ein Genuss!
Wieder mal ist die königliche Musikkapelle angetreten und lässt die Luft mit dem unverkennbaren Sound aus den royalen Dudelsäcke erzitteren.
Schade nur daß auch dises mal die so oft angekündigte Königliche Hoheit, in Person von Königin Nur von Jordanien nicht persönlich anwesend ist??!!!

Dummer Weise wird unser Team als 4.-letztes von 55 auf die Bühne gerufen, sodaß die nachfolgenden 3 Teams zu den Siegerteams zählen. Was soll´s, für uns zählt der Olypische Gedanke - schön und erlebnisreich war´s allemal.
Mit den 2.-platzierten feiern wir dann noch bis spät in die Nacht und freuen uns mit ihnen über den Erfolg.

Tag 17.05.2008:

Auschecken und gemeinsam im Bus zum Amman international Airport, hier wartet unsere Sondermaschine der Royal Jordan Airlines um uns im Direktflug nach Friedrichshafen zu transportieren. 
Thanks and See you - Jordania, es war eine tolle Zeit die wir hier verleben durften.







Danke Team Desierto 1 -  Ihr wart eine SUPERTRUPPE



Sicherlich ein unvergessliches Erlebis für das gesamte Team, war schön mit Euch on tour zu sein.... Shukran!!!




Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von trewWouro, 29.11.2013 um 15:49 (UTC):
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